Expertengespräch

Herausforderung Nachhaltigkeit

WOLFIN Bautechnik > Referenzen > Expertengespräche > 8. WOLFIN Expertengespräch

"Ökonomisch und ökologisch sinnvoll:
altes Dachschichtenpaket beibehalten."

Einführung

Herausforderung Nachhaltigkeit

Expertengespräch Herausforderung Nachhaltigkeit
Flachdachsanierung

Herausforderung Nachhaltigkeit
Haben Handwerk und Bedachungsfachhandel aufgrund der demographischen Entwicklung in der Gesellschaft überhaupt noch Chancen, ihre notwendigen Nachwuchskräfte zu akquirieren? Fragen nach der Zukunft, die sich heute in den Vordergrund stellen und die im Rahmen der Wiesbadener Expertengespräche aufgegriffen wurden, für die Henkel/WOLFIN Bautechnik seit Jahren die Plattform bietet. Auch 2010 diskutierten hochkarätige Experten aus Politik, Wissenschaft, Umwelt, Industrie, Handel und Handwerk in Wiesbaden über die Zukunftsfähigkeit der Branche.

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Stimmen

Spitzenvertreter nehmen Stellung

Dr. Klaus W. Lippold

Dr. Klaus W. Lippold: „Der Staat kann entweder über Ordnungsrecht (Gesetze, Verordnungen) oder über Anreize steuern. Die Erfahrung hat gezeigt, dass finanzielle Anreize z.B. über Steuerersparnis für den Investor sehr gut funktionieren. Steuern sparen ist in Deutschland ein Schlüsselreiz. Auch über Zuschüsse zu Investitionen können Effekte erzielt werden. Der bessere Impuls geht jedoch von steuerlichen Anreizen aus. Im Grunde genommen finanzieren die finanziellen Anreize sich selbst: Die Investition führt zu Mehrwertsteuer, Lohnsteuer, Gewerbesteuer und bringt so viel wie der Steuerverzicht des Staates. Das ist geradezu ideal.“

Bernhard Scheithauer

Bernhard Scheithauer: „Die Branche braucht Prinzipien und Institutionen, die es ermöglichen, alle Beteiligten frühzeitig einzubinden. Kundenbeiräte müssen ebenso kritisch – nicht bequem oder vorteilsorientiert – wie auch heterogen besetzt sein. Internetplattformen können mehr für Transparenz, Pro und Contra und Vernetzung aller Prozess- gestalter dienen (von Industrie, Handwerk, Architekten und Handel bis hin zu Ausbildungs- stätten und Behörden). Partner können Mitarbeiter-Austausch-Programme arran- gieren und zur gegenseitigen Beratung anstelle mancher Verhandlung zusammenkommen. Daraus entstehende gemeinsame Prozesse überzeugen den Kunden und schaffen Nachfrage.“

Günther Reese

Günther Reese: „Die demographische Veränderung stellt uns vor einen Berg von Problemen, für den wir mehr als eine gute Antwort brauchen. Wir müssen unablässig, sehr viel intensiver als bisher und auch mit neuen Wegen für die Ausbildung im Handwerk werben. Wir müssen uns auf den Fachkräfte- mangel einstellen und in der Industrie neue Technologien entwickeln, die mit geringerem Handwerkeraufwand verarbeitet werden können bzw. dank ihrer höheren Lebensdauer mehr Nutzen und Wertschöpfung bei weniger Arbeitsaufwand erbringen. Und wir müssen zum Beispiel der Lebensarbeitszeit- verlängerung Rechnung tragen, indem wir Systeme entwickeln, die die körperliche Belastung reduzieren.“

Artur Wierschem

Artur Wierschem: „Um die Zukunftsfähigkeit unseres Handwerks ist mir überhaupt nicht bange. Wir haben schon frühzeitig viele Weichen richtig gestellt. Wo das Handwerk sicherlich noch etwas tun kann, ist, neue Felder etwa im Bereich der Solartechnologie zu besetzen, bevor andere es tun. Und dabei die Qualität der Beratung zu verbessern, zum Beispiel neben dem Kostenvoranschlag auch die entsprechenden Informationen über Fördermittel oder Finanzierungskonzepte zu geben. Schließlich muss der Dachdecker dabei nur auf unsere Fördermittel- datenbank im Internet zurückgreifen.“

Wolfin und dicht.